Dr. Sven Kämmerer

2008 bei WEDECO gestartet, heute Teamleitung UV-Engineering

Über Verwandte habe ich die Stellenanzeige von Xylem erhalten. Nach dem ersten Vorstellungsgespräch war ich noch nicht richtig überzeugt, erst beim zweiten Hinschauen hat es mich gepackt. Ich bin dann eingestellt worden, um die UV-Lampen weiterzuentwickeln, und habe von daher auch viel mit unserem Standort in Essen zu tun, wo die Lampen produziert werden. Gleich innerhalb des ersten Jahres stellte sich ein sehr gutes Gefühl ein – ich hatte viel Vertrauen in die Mitarbeiter und es gab einfach gute Möglichkeiten in der Entwicklung – der Menschen und der Produkte.

2010 ergab sich dann die Möglichkeit, für ein halbes Jahr in die USA zu gehen. Das wollte ich gern mit meiner Familie machen und das war auch möglich. Das war eine tolle Erfahrung in den USA. Es ist wirklich eine andere Kultur und vor allem eine sehr kinderfreundliche. Das Projekt, das ich geleitet habe, war ausgesprochen spannend und hat letztlich zu unserem neuen UV-Produkt Duron geführt. Mal aus dem Tagesgeschäft weg zu sein, mit voller Konzentration in der Entwicklung zu arbeiten – das war super. Auch für unsere Kinder (damals 1 und 3 Jahre alt) war es nach der Eingewöhnung eine tolle Bereicherung.

Klar denkt man zwischendurch auch mal an Veränderungen. Aber ehrlich gesagt, ich kann mir gut vorstellen, die nächsten Jahre hier zu arbeiten. Xylem Herford ist ein guter Standort, hier ist vieles möglich, kurze Entscheidungswege, gute Verbindung zu allen. Das Betriebsklima ist einfach sehr gut, meine Abteilung wird wahrgenommen, es gibt eine offene Kommunikation. Das wiegt mehr als so manches lukrative Gehalt.

Wenn ich anderen Xylem beschreibe, sage ich erst: Wir sorgen für sauberes Wasser und komme dann auf unsere UV- und Ozon-Systeme. Das weckt immer Interesse.

Xylem ist auf einem guten Weg. Wir hatten zwar zwischendurch mal den Anschluss verpasst, aber für die Zukunft sind wir richtig gut gerüstet. Die schnelle Marktentwicklung verlangt immer mehr Innovationen – hier brauchen wir einfach den Spielraum, der uns auch eingeräumt wird.

Ein guter Chef zu sein bedeutet für mich, dass ich verlässlich bin in meinen Aussagen, ich trage die Entscheidungen mit und stehe vor meinen Mitarbeitern. Wenn die Aufgabe gut beschrieben ist, dann können die Leute selbstständig arbeiten. Ich denke, ich habe einen sehr sachorientierten Führungsstil.

Die Herausforderung hier ist auch, sich in dem großen Unternehmen zu bewegen. Dafür ist Englisch natürlich notwendig. Es gibt viele Kontakte untereinander, wir tauschen uns besonders viel mit den Kollegen in den USA aus und lernen voneinander.

Wenn ich für Xylem werben würde, dann gäbe es viele Ansatzpunkte: Xylem bietet inhaltlich gute Möglichkeiten und viel Freiraum zur Gestaltung der Arbeit, Wasser ist ein Thema mit Zukunft – Xylem ist auf lange Sicht ein sicheres Unternehmen.

Tipps für Bewerber? Neben Englisch und Fachkompetenz denke ich: Eine hohe Flexibilität wäre gut und eine hohe Eigenmotivation. Wünschenswert sind natürlich Leute mit passgenauen Qualifikationen, aber wir haben hier auch eine gute Einarbeitung und jede Menge Qualifizierungsmöglichkeiten.