Planungsgrundsätze

Vorgrube: Die Vorgrube muss so dimensioniert sein, dass Volumenschwankungen beim Substratanfall ausgeglichen werden können, um eine kontinuierliche Beschickung des Faulturms (Fermenters) zu gewährleisten. Je nach Substrat wird in der Vorgrube entweder durch den Zusatz von Wasser, durch Zerkleinern oder ständiges Durchmischen zur Vermeidung von Schwimm- oder Sinkschichten eine homogene Masse hergestellt.

Fermenter: Der Faulturm muss absolut gas- und wasserdicht sowie beheizbar sein. Er wird meist aus Stahl oder Stahlbeton gefertigt und muss ausreichend wärmegedämmt sein. Viele Landwirte erwerben ausrangierte Stahltanks und rüsten diese durch Eigenleistung entsprechend um. Wichtig ist der Einbau eines leistungsstarken Rührwerks. Dies dient zum einen zur Erhaltung der Homogenität des Substrats, andererseits soll durch gelegentliches Rühren das in tieferen Schichten des Faulbehälters gebildete Biogas über den Gasdom entweichen können.

Gasspeicher: Da die Gasmenge durch Entnahme oder prozessbedingte Volumenschwankungen variiert, muss der Gasspeicher sich diesen Schwankungen anpassen können. Auf keinen Fall darf Luft eintreten! Neben speziellen Gastanks bieten heute gasdichte Folienkonstruktionen preiswerte Alternativen.

Motoren: Zur Verstromung des Biogases werden heute verschiedene Motortypen eingesetzt. Die drei wichtigsten sind Benzinmotor (Gas-Otto-Verfahren), Dieselmotor (Gas-Otto-Verfahren) und Dieselmotor (Zündstrahlverfahren). Die Abwärme der Motoren dient zur Erhaltung der Prozesstemperatur im Faulbehälter (Fermenter) und zur Brauchwassererwärmung.

Substratendlager: Die Größe des Substratendlagers wird von den gesetzlichen und fachlichen Anforderungen an die Ausbringung des Düngers auf landwirtschaftlichen Flächen und die somit erforderliche Lagerzeit bestimmt.

Neben den fünf Hauptkomponenten einer Biogasanlage sind noch viele weitere Installationen notwendig:

 
Gasmengenmessgeräte
 
Armaturen zur Regelung und Überprüfung von Strom- und Gasfluss, etc.